Sehr verehrte Gäste,
wir begrüßen Sie herzlichst in unserem Restaurant Sangam und möchten Ihnen die kulinarischen Spezialitäten des "Groß-Moguls" näher bringen. Unser Titelbild wie auch der Name "Sangam" sind Ausdruck einer gastfreundlichen Begrüßung und spiegeln einen Teil unserer Philosophie wieder. Deshalb möchten wir Sie auf unserer Homepage zu einem virtuellen Rundgang durch unser Lokal einladen. Jeder Tisch in unserem Restaurant ist mit einem eigenen Namen versehen. Damit haben Sie als Gast die Möglichkeit, von zu Hause aus Ihren Wunschtisch zu wählen und zu reservieren. In entspannter Atmosphäre und angenehmen Ambiente können Sie so unsere köstlichen Speisen aus dem Land der Moguln und Maharadschas genießen.
Die indische Küche besteht nicht nur aus Curry, sondern ist
so vielfältig wie das Land. Indien, das über 3 Millionen
km² Staatsfläche aufweist, ist in 31 Staaten und Territorien
gegliedert. Die Geographie
und die damit verbundene Vegetation haben bei der Entstehung regionaler
kulinarischer Traditionen eine
große Rolle gespielt. Ein weiterer Grund für die unterschiedliche
Küche des Landes sind die Religionen. Die größte
Religions-gemeinschaft
stellen die Hindus mit
ca. 80% der Bevölkerung, für die
Rindfleisch tabu ist,
denn Rinder werden von ihnen als heilig verehrt. Die Muslime (ca.
11% der Bevölkerung) hingegen verzehren kein
Schweinefleisch. Auch
historische Gegebenheiten, wie der Einfluß der
Portugiesen, der Briten
und der Moguln, hinterließen ihre
Spuren nicht nur in den Geschichtsbüchern sondern auch in der
indischen Küche. Das Geheimnis der indischen Küche liegt
nicht nur in der großen Auswahl an Gewürzen, sondern
vor allem darin, sie sorgfältig aufeinander abzustimmen und
beim Kochen so zu behandeln, daß ihr Aroma zur vollen Entfaltung
kommt.
Als
Kochgerät wird nur eine Pfanne auf offenem Feuer oder ein Tandoor
(Holzkohlenofen) verwendet.
Dieses universelle Gerät ist meist
krugförmig und mit einer aus festgebranntem Lehm ausgekleideten
Höhlung versehen, auf deren Boden Brennholz entzündet
wird. Darüber kann eine Pfanne plaziert werden. Zudem wird
der Tandoor auch als Backofen
verwendet. An die durch die
Glut erhitzten Innenwände wird
der tellerförmige Nan (Fladenbrot aus
Hefeteig) geklebt und dort
nur einige Minuten gebacken.
Nan sind nicht nur eine Beigabe zu den Curries, sondern ersetzen
auch das
Besteck. Mit Nanstückchen nimmt der Inder seine Speise auf
und löffelt damit auch die Soße. Die Etikette verbietet
es im Übrigen mit der linken Hand zu essen, da diese für
die "Schmutz-arbeiten" zuständig ist. Ein nicht zu
verzeihender Fauxpas ist
es daher, die linke Hand
beim Essen oder Händeschütteln
einzusetzen. Man kann zwischen
verschiedenen Curries wählen,
z.B. Gemüse-, Fleisch-, Fisch- oder Eiercurry.
Das Wort "Curry" ist eine phonetische Mißinterpretation,
die von den Briten nach Europa
importiert wurde. Das tamilische
Wort "kari" (Tunke) soll
der Ursprung für diese Bezeichnung
gewesen sein. Oft wird das
Wort synonym für alle indischen
Gerichte gebraucht, manchmal
für Speisen, die mit einer typischen
Soße zubereitet wird. Das indische Curry ist allerdings nicht
mit der in Europa bekannten
Gewürzmischung gleichzusetzen.
Vielmehr handelt es sich
hierb
ei
um eine Zusammenstellung
verschiedener Gewürze, die - jeweils
individuell abgestimmt -
immer wieder anders schmeckt.
Jede Hausfrau, jeder Koch bereitet eine eigene Curry-Gewürzmischung
zu, deren Zusammensetzung wie ein Geheimnis
gehütet wird. In der indischen
Küche werden nur frische Zutaten verwendet. Deshalb werden
auch die Gewürzmischungen wie Curry und Garam Masala vor jedem
Gebrauch frisch im Mörser gestampft. Hier ein kleiner Spaziergang
durch den indischen Kräutergarten:
Bockshornkleesamen
werden gemahlen verwendet und entfalten ein leicht bitteres, volles Aroma. Sie beleben außerdem die Leber.
Chili
Getrocknete Chilischoten werden ganz oder gemahlen verwendet.
Sie sind reich an Vitamin C.
Fenchelsamen
duften anregend nach Anis und sind oft Bestandteil von Currymischungen. Fenchelsamen wirken sich positiv auf die Verdauung aus.
Ingwer
Die Wurzel wird sehr
fein geschnitten und
fördert ebenfalls die Verdauung.
Kardamom
Häufiger Bestandteil der Gewürzmischung Garam Masala.
Koriander
Die Samenkapseln werden fein zermahlen und regen die Nierentätigkeit an.
Korianderblätter
Sie werden auf die fertige Speise gestreut.
Kreuzkümmel
Eines der wichtigsten
Kräuter der indischen Küche.
Kurkuma
Eine dem Ingwer verwandte
Wurzel. Bei uns als Gelbwurz bekannt, gehört sie in jede Currymischung und verleiht dieser die charakteristische gelbe Farbe.
Mohnsamen
werden zermahlen und als Bindemittel verwendet.
Senfkörner
werden zermahlen. Der Schärfegrad richtet sich nach der Färbung der Körner.
Zimt
aromatisiert und unterstützt den Eigengeschmack der Speisen.
Aromatisches und gesundheitsförderndes Essen sind in der indischen Küche also eng miteinander verbunden. In unserem Restaurant Sangam kochen wir nur mit den erlesensten und frischesten Zutaten, um Sie mit gesunden und köstlichen Gerichten verwöhnen zu können. Wir sind immer bestrebt, daß unsere Gäste als Freunde wiederkehren, denn eine indische Weisheit besagt: Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu Dir zurück.